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13-02-2020 Ihre Tochter hatte einen Verkehrsunfall - Betrugsversuch - Kriminelle wollten € 58.000,-- oder Goldbaren bzw. Goldmünzen

Nachbarn meldenSehr geehrtes Pro Nachbar Team!

Mein „Überfall“ oder wie blöd kann man sein

Am Donnerstag, den 30.1. 2020, bekomme ich auf meinem privaten Festnetz einen Telefonanruf. Es meldet sich ein  angeblicher Polizist: „Ihre Tochter hatte einen Verkehrsunfall und sitzt jetzt völlig verzweifelt in unserer Polizeistation“. Ich frage: „Ist sie verletzt, ich will sie sprechen“. Ich höre eine weinende Frauenstimme, die auf meine Nachfragen nicht reagiert. Ich frage: „Klara, erzähle, was ist passiert ?“ Keine Antwort, aber ich habe offenbar den Vornamen der Tochter geoutet. Gleich ist wieder der „Polizist“ am Rohr: „Die Tochter habe die neue Prämie der Vollkaskoversicherung zwei Tage verabsäumt, der Kontrahent ist Ausländer und wolle das Geld sofort, sonst käme die Tochter zwei Wochen ins Gefängnis. Es gehe um 58 000 Euro.“ Bei mir klingelt gar nichts: Etwa die Frage, wie kann man so kurzfristig einen Schaden exakt definieren, wie man eine unbescholtene Bürgerin gleich ins Gefängnis stecken kann, gibt es da nicht zunächst U-Haft, oder eine Kaution??? Mein Mutterinstinkt dominiert: die Tochter muss aus den Fängen der Bürokratie…

Ich frage den Polizisten, wer ist der Untersuchungsrichter und in welcher Polizeistation sie festgehalten wird. Der Richter, nicht Untersuchungsrichter,  heiße Koch und befinde sich im Bezirksgericht Josefstadt, die Polizeistation in der Schlossstraße 1. Ich schlage vor, dass ich das Geld oder eine Überweisung in die Schlossstraße bringe. Ich will die Telefonnummer des Richters, der „Polizist“ meint, er sei mit ihm nur per Funk verbunden, könne sie mir nicht geben.

Der Richter, sagt der „Polizist“, akzeptiere nur Goldbarren, Goldmünzen. Ich sage, wir sind nicht in Kasachstan, selbstverständlich ist es möglich das Geld heute zu überweisen, wenn dann meine Tochter nicht ins Gefängnis kommt.

Ich sei schon sehr kompliziert, er wolle meiner Tochter, die hier so weint, als Polizist, der noch so viel um die Ohren habe, doch nur helfen.

Der „Polizist“ verbindet mich noch zwei Mal mit meiner angeblichen Tochter, die nur weint, keine Auskünfte erteilt. Ich bin verzweifelt, sage zu, dass um 12.30 Uhr das „Lösegeld“, sprich: Goldbarren, zur Verfügung steht. Ich will es aber in das Polizeikommissariat bringen.

Antwort: nein, wir bringen ihre Tochter zu Ihnen nach Hause (meine Adresse war offenbar bekannt). Leider, erst ab diesem Moment wurde ich hellhörig, dachte  meine Tochter sei in den Händen von Kriminellen und stimmte zu, dass ich die Goldbarren, sie wussten übrigens nicht, was der Gegenwert von 58 000 Euro in Gold ist, von der Bank Austria aus dem Tresor holen würde.

„Bitte lassen Sie Ihr Handy an!“ hieß es. Vorab habe ich dummerweise auch noch meine Handynummer bekannt gegeben. Ich stellte das Handy ab und rief unseren Rechtsanwalt an. Danach kam wieder ein Anruf, anonym: „Warum haben Sie ihr Handy ausgeschaltet?“ Ich antworte:“Weil ich meinen Rechtsanwalt angerufen habe…“ Danach war Funkstille.

Auf dem Weg zur Bank (Bank Austria Hietzing) hatte ich endlich Zeit, 20 Minuten nach zu denken. Und in der Bank bekam ich den Rat, doch die Handy Nummer meiner Tochter zu wählen. Sie war wohlauf, zu Hause, hatte keinen Unfall etc. Ich ging dann einige wenige hundert Meter zur Polizeistation Hietzing. Es war mir regelrecht peinlich, meine Story zu erzählen. Man glaubte mir. Zwei männliche Beamte in Zivilkleidung begleiteten mich nach Hause. Von den falschen „Polizisten“, die die Tochter zurückbringen und Gold in Empfang nehmen wollten, war keine Spur.      

Ich war nach vielen Kriminalstories im Fernsehen überzeugt, mir könne so etwas nicht passieren. Ich war leider paralysiert, weil ich glaubte, die Stimme meiner verzweifelt weinenden Tochter zu hören. Jeder ist verwundbar, leider! Und diese durchaus psychologisch geschulten Kriminellen gehören überführt. Vielleicht kann ich mit meinem Bericht ein wenig helfen.

Mit freundlichen Grüßen,

E.K. (Name der Redaktion bekannt)


Wenn der Anruf über das Festnetz angenommen wurde, sprechen Sie weiterhin mit dem Anrufen und wählen mit dem Mobiltelefon die Notrufnummer der Polizei 133! Während des Gesprächs kann die Polizei weitere Schritte einleiten!

Bei verdächtigen Wahrnehmungen rufen Sie die POLIZEI!

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