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2014-03-17 Immer mehr Einbruchsopfer klagen: Exekutive informiert zu wenig

PRESSEAUSSENDUNG

Immer mehr Einbruchsopfer klagen: Exekutive informiert zu wenig

proNACHBAR: "Geheimniskrämerei der Polizei muss ein Ende haben"

WIEN (17. März 2014). Vor zwei Wochen wurde Otmar Rusch aus Wolfurt Opfer eines Einbruchs. Als der Vorarlberger gegen Mitternacht nach Hause kam, hatten Kriminelle die Terrassentür aufgebrochen. Sie durchsuchten das ganze Haus nach Wertgegenständen. Schließlich verschwanden sie mit dem gesamten Schmuck der Familie. Zurück blieben Chaos und ein traumatisiertes Ehepaar, das - abgesehen vom Verlust der Wertgegenstände - das Eindringen in die Privatsphäre erst mühsam verarbeiten muss.

Das ist kein Einzelfall. Laut interner Polizeistatistik wird in Vorarlberg statistisch gesehen knapp jeden zweiten Tag in ein Haus eingebrochen. Österreichweit geschehen täglich mehr als 55 Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Berichtet wird allerdings eher selten darüber. Das gibt die Polizei auch offen zu, mit Presseaussendungen über Einbrüche gehe man restriktiv um. Susanne Dilp, Sprecherin in der Landespolizeidirektion Vorarlberg, erklärte gestern, Sonntag, laut ORF-Vorarlberg: Um die Privatsphäre von Opfern zu schützen, werde über viele Einbrüche in Privathaushalte nicht informiert. Kritik an der Tatsache, dass die Polizei zahlreiche Eigentumsdelikte nicht öffentlich macht, gab es Ende Februar auch in Salzburg. Und in Wien diskutierte proNACHBAR-Gründer Karl Brunnbauer vor wenigen Wochen mit einem Polizeioffizier in einer ORF-Sendung live über diesen - aus Sicht von proNACHBAR - unhaltbaren Zustand.

Einbruchsopfer Otmar Rusch und seine Frau Gertrud können das ebenfalls nicht verstehen. "Die Polizei sollte aktiver und zeitnah vor Einbrechern warnen. Man sollte es erfahren, damit man sensibler wird; man könnte auch andere warnen." Und: "Wenn man mehr davon hören würde, wäre man viel achtsamer", so die Einbruchsopfer.

Innenministerin verweigert Dialog

Was das Ehepaar Rusch formuliert, ist auch eine langjährige Forderung von proNACHBAR: "Die zeitnahe Zurverfügungstellung anonymisierter, vollständiger und rechtlich zulässiger Einzelinformationen über relevante Eigentumsdelikte durch die Polizei ist ein wesentlicher Teil der Prävention", erklärt proNACHBAR-Obmann Karl Brunnbauer. Die Exekutive argumentiere hier immer wieder mit dem Begriff "Opferschutz". "Dabei sind die aktuellen Opfer von Einbrüchen unserer Meinung nach weniger gefährdet als potenzielle neue Opfer, denen aber durch diese Geheimniskrämerei der Polizei die Möglichkeit genommen wird, eine Risikosituation zu realisieren", meint Brunnbauer. "Angesichts der hohen Einbruchszahlen muss die Geheimniskrämerei der Polizei rasch ein Ende haben", fordert Brunnbauer.

Um diese Thematik, in der der Verein von mehr als 6000 Mitgliedern aus vielen Teilen Österreichs unterstützt wird, auf höchster Polizeiebene zu diskutieren, hat proNACHBAR im Jänner 2014 einen offenen Brief an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner verfasst. Das Schreiben mit der Bitte um ein persönliches Gespräch ging am 30. Jänner 2014 im Ministerbüro ein - seither wartet proNACHBAR auf eine Antwort.

Um seinen Forderungen mehr Gehör zu verschaffen und internationale Trends in puncto Einbruchskriminalität schneller an seine Mitglieder weitergeben zu können, wird sich proNACHBAR in den nächsten Monaten mit ähnlichen Nachbarschaftsorganisationen aus Europa vernetzen.

 
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